Wissenswertes

14-08-2015« Zurück

Steuern und Aufwendungen für den Kauf von Immobilien in Spanien (bezogen auf 2015)

EINMALIGE NEBENKOSTEN: 

  • Mehrwertssteuer (Impuesto sobre el Valor Añadido - IVA), gleichbedeutend mit der deutschen Grunderwerbssteuer.

    Die MwSt. für den Kauf eines Neubauobjektes beträgt 10%, wenn man von einem Bauträger kauft und wenn es ein Erstverkauf ist.

    Bei einem Grundstückskauf ohne sofortiges Bauprojekt beträgt es 21% MwSt. Das gleiche gilt für einen Poolbau oder sportliche Installationen (z. B. ein Tennisplatz) die aber nicht gleichzeitig mit dem Bauprojekt erstellt worden sind.

    Die MwSt. für ein ländliches Grundstück (Terreno rústico) beträgt 10%.

  • Vermögensübertragungssteuer (Impuesto sobre Actos Jurídicos documentados - AJD)

    Es wird eine Gebühr von 1% auf den Wert der Neubau Immobilie erhoben.

  • Notar – Verbriefung und Grundbuchamt

    Die Notar- und Grundbuchamtsgebühren werden, laut Gesetz, nach dem Wert der Immobilie berechnet. Ausser, es handelt sich um eine Schenkung, dann ist der Dokumentensatz festgelegt.

    Wenn man ein Baugrundstück erwirbt, werden 2 notarielle Verbriefungen (Escritura) erstellt. Eine für das Grundstück und eine für den Bau. 
    Auch wenn man ein Objekt mit Hypothek kauft, müssen 2 Verbriefungen erstellt und bezahlt werden.

    Die Notarkosten belaufen sich auf ca. € 320,- bis € 900,-
    Die Grundbuchamtskosten belaufen sich auf ca. € 180,- bis € 500,-

  • Vermittlungsbüro (Gestoría)

    Jede Person kann Ihre Papiere selbst regeln, allerdings nicht bei Hypothek. Dann schaltet die Bank ein Vermittlungsbüro ein, damit diese auch sicher ist, dass alles eingetragen wird. Normalerweise macht dies ein Vermittlungsbüro (Gestoría). Diese holt die Verbriefung beim Notar ab und präsentiert diese beim Grundbuchamt.

    Auch die NIE Nummer (ein unumgängliches Identifikations-Dokument für einen Ausländer in Spanien) kann man bei einer Gestoría beantragen.

    Erbitten Sie eine Kostenaufstellung bevor Sie diesen Auftrag erteilen.

    Sie müssen eine Abschlagszahlung leisten, bevor das Büro anfängt zu arbeiten. Nach Beendigung der Eintragung bekommen Sie eine Rechnung mit allen gezahlten Leistungen.

  • Anschlussgebühren für Strom-, Gas- und Wasserzähler

    Diese belaufen sich auf € 200,- bis € 450,-



JÄHRLICHE NEBENKOSTEN:

  • Gemeinschaftskosten

    Die Gemeinschaftskosten variieren je nachdem, was es in den jeweiligen Wohnanlagen gibt. Diese können sich zwischen € 600,- und € 1.300,- pro Jahr belaufen.

    Normalerweise enthalten diese Kosten: Reinigung, Garten- und Poolpflege, Gemeinschaftsstrom und Wasser, Gebäudeversicherung, Verwaltungskosten und alle anfallenden Kosten, die die Eigentümer entscheiden.

  • Abfall- und Abwassergebühren

    Diese belaufen sich auf ca. €119,- bis auf € 195,-. Das ist von den jeweiligen Gemeinden, wo das Objekt liegt, abhängig.

  • Grundsteuer (Impuesto sobre Bienes Inmuebles - IBI)

    Es wird eine Gebühr zwischen *0,60% und 0,70% Besteuerungsgrundlage auf die Hälfte des Grundbucheintragungswertes berechnet. Diese kann jährlich variiren. (*Gebühr von 2014). 



    Alle nicht in Spanien ansässigen Personen (NICHT RESIDENTEN - NO RESIDENTES) müssen bei der spanischen Behörde jedes Jahr einmalig eine Steuererklärung auf Ihre Immobilie (Modelo 210) machen. Diese kann man einen ansässigen Steuerberater, Verwaltung des Objektes oder einem Vermittlungsbüro (Gestoría) in Auftrag geben.



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